Am 8. März 2026 wählten die Nürnbergerinnen und Nürnberger einen neuen Stadtrat sowie eine neue Stadtspitze. Weil im ersten Wahlgang keiner der Bewerber die absolute Mehrheit erreichte, fiel die Entscheidung über das Amt der Oberbürgermeisterin oder des Oberbürgermeisters erst am 22. März 2026 in der Stichwahl. Wer bei der Kommunalwahl Nürnberg 2026 antrat, welche Kandidaten es in die Stichwahl schafften und wie das amtliche Ergebnis der Stadtratswahl ausfiel, erfahren Sie in diesem Überblick zur Kommunalwahl Nürnberg 2026.
Kommunalwahl Nürnberg 2026: Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt
Für das Amt der Oberbürgermeisterin oder des Oberbürgermeisters traten bei der Kommunalwahl Nürnberg 2026 mehrere Kandidatinnen und Kandidaten an. Im Mittelpunkt der Berichterstattung zur Kommunalwahl Nürnberg 2026 standen dabei drei Bewerber der etablierten Parteien.
Marcus König (CSU) – der Amtsinhaber
Marcus König ist seit 2020 Oberbürgermeister von Nürnberg und einer der bekanntesten Namen unter den Kommunalwahl Nürnberg 2026 Kandidaten. Er hatte sich damals, im Alter von 39 Jahren, in der Stichwahl gegen den SPD-Kandidaten durchgesetzt und damit eine seit 1945 fast durchgehende SPD-Vorherrschaft im Amt beendet. 2026 trat er zur Wiederwahl an und schaffte es erneut in die Stichwahl.
Dr. Nasser Ahmed (SPD) – der Herausforderer
Nasser Ahmed, geboren in Nürnberg als Sohn eritreischer Einwanderer, sitzt seit 2014 im Stadtrat und ist seit 2021 Vorsitzender der Nürnberger SPD sowie seit 2023 stellvertretender Generalsekretär der BayernSPD. Unter den Kandidaten der Kommunalwahl Nürnberg 2026 galt er als der aussichtsreichste Herausforderer Königs. Er wurde bereits im März 2025 in einem parteiinternen Mitgliedervotum mit rund zwei Dritteln der Stimmen gegen die städtische Sozialreferentin Elisabeth „Lisa” Ries als SPD-Spitzenkandidat bestimmt. Für die SPD hatte seine Kandidatur besonderes Gewicht: Die Partei wollte nach der Wahlniederlage von 2020 das Amt zurückgewinnen, das sie zwischen 1945 und 2020 – zuletzt 18 Jahre lang mit Ulrich Maly – fast durchgehend innehatte. Die bayerische SPD-Landeschefin Ronja Endres gab dafür die Losung „Nürnberg muss rot werden” aus. Ahmed erreichte gemeinsam mit König die Stichwahl am 22. März 2026.
Britta Walthelm (Grüne) – Kandidatin ohne Stichwahl-Einzug
Laut Wahlkampfberichterstattung eines unabhängigen Nürnberger Online-Magazins trat auch Britta Walthelm für Bündnis 90/Die Grünen als eine der Kandidaten der Kommunalwahl Nürnberg 2026 an. Wichtiger Hinweis zur Quellenlage: Diese Information stammt aus einer einzelnen, kommentierenden Quelle und wurde auf den offiziellen Seiten der Stadt Nürnberg nicht bestätigt – dort werden ausschließlich König und Ahmed als die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen im ersten Wahlgang genannt, die in die Stichwahl einzogen. Walthelm zog demnach nicht in die Stichwahl ein.
Weitere Kandidatinnen und Kandidaten
Da bei der Stadtratswahl 15 Parteien und Wählergruppen antraten (siehe Tabelle unten), ist davon auszugehen, dass auch weitere Parteien eigene Kandidatinnen und Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt aufgestellt hatten, etwa aus dem Umfeld von AfD, FDP, Linke oder freien Listen. Die öffentlich zugänglichen Quellen, die für diesen Artikel zur Kommunalwahl Nürnberg 2026 ausgewertet wurden, benennen diese Personen jedoch nicht namentlich – für eine vollständige Liste aller Kandidaten empfiehlt sich der Blick in die amtliche Bekanntmachung des Wahlamts Nürnberg.
Wahlkampfthemen: Wenig Abgrenzung zwischen den großen Kandidaten
Politische Kommentatoren beschrieben den Wahlkampf zur Kommunalwahl Nürnberg 2026 im Vorfeld als inhaltlich wenig zugespitzt. Auffällig war, dass die drei wichtigsten Kandidaten auf sehr ähnliche „Mitmach”-Slogans setzten:
| Kandidat/in | Partei | Wahlkampf-Slogan |
| Marcus König | CSU | „Mitmachtreffs” |
| Nasser Ahmed | SPD | „Mitmachpartei” |
| Britta Walthelm | Grüne | „miteinandermachen” |
Kritiker argumentierten, dass sich die Programme der Kandidaten in weiten Teilen überschnitten und echte inhaltliche Unterschiede – etwa bei Wohnungspolitik, Verkehr oder Asylpolitik – im Wahlkampf kaum herausgearbeitet wurden.
Diskutiert wurde außerdem die Rolle sogenannter Wahlprüfsteine, mit denen Verbände wie Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände oder der Bund Naturschutz die Kandidaten der Kommunalwahl Nürnberg 2026 zu ihren Positionen befragten. Besondere Kritik traf dabei Klaus-Peter Murawski, Vorsitzender des Bund Naturschutz Nürnberg und langjähriger Grünen-Politiker: Ihm wurde vorgeworfen, die Prüfsteine seines Verbands seien inhaltlich kaum vom Grünen-Wahlprogramm zu unterscheiden gewesen – ein Beispiel dafür, wie stark sich Verbands- und Parteiinteressen im Wahlkampf teils vermischten. Diese Einschätzung stammt aus einer einzelnen Meinungsanalyse und ist nicht als amtliche oder unabhängig verifizierte Tatsachenfeststellung zu verstehen.
Amtliches Ergebnis der Stadtratswahl 2026
Neben den Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt wurde bei der Kommunalwahl Nürnberg 2026 auch der Stadtrat neu gewählt. Er besteht laut Bayerischer Gemeindeordnung aus 70 Mitgliedern. Jede wahlberechtigte Person kann bis zu 70 Stimmen vergeben, die über verschiedene Wahlvorschläge verteilt (panaschiert) und pro Kandidat bis zu dreifach gehäuft (kumuliert) werden dürfen.
Das vorläufige amtliche Ergebnis der Stadtratswahl vom 8. März 2026 (Stand 9. März 2026) sah wie folgt aus:
| Partei / Wahlvorschlag | Sitze | Stimmenanteil |
| CSU | 24 | 33,7 % |
| SPD | 13 | 18,3 % |
| Bündnis 90/Die Grünen | 10 | 14,8 % |
| AfD | 8 | 11,3 % |
| Die Linke | 5 | 6,6 % |
| FREIE WÄHLER Bayern | 2 | 3,4 % |
| politbande | 2 | 3,2 % |
| Volt Deutschland | 1 | 1,9 % |
| FDP | 1 | 1,6 % |
| ÖDP | 1 | 1,3 % |
| Tierschutzpartei | 1 | 1,1 % |
| LINKE LISTE Nürnberg | 1 | 0,9 % |
| PIRATEN & Humanisten | 1 | 0,7 % |
| Tierschutz und Sozialpolitik (TSP) | 0 | 0,7 % |
| Die Guten | 0 | 0,5 % |
Die Wahlbeteiligung lag bei 51,1 Prozent. Von den 193.677 Wählerinnen und Wählern nutzten rund 49 Prozent (94.326 Personen) die Briefwahl. Das endgültige, bindende Ergebnis sollte erst nach Prüfung einzelner Stimmen durch den Wahlausschuss am 31. März 2026 feststehen – bis dahin waren geringfügige Verschiebungen bei Sitzverteilung und Stimmenzahlen möglich.
Die Stichwahl am 22. März 2026: König gegen Ahmed
Da bei der Oberbürgermeisterwahl am 8. März kein Kandidat mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhielt, kam es zur Stichwahl zwischen den beiden stimmenstärksten Kandidaten der Kommunalwahl Nürnberg 2026: Marcus König (CSU) und Nasser Ahmed (SPD).
Wer durfte wählen? Stimmberechtigt waren alle Personen, die bereits beim ersten Wahlgang wahlberechtigt waren – sofern sie ihr Stimmrecht nicht zwischenzeitlich verloren hatten.
Was musste mitgebracht werden? Die Wahlbenachrichtigung oder der Wahlschein sowie ein Personalausweis, beziehungsweise für EU-Bürgerinnen und -Bürger ein Reisepass oder Identitätsausweis.
Wie war die Stimmabgabe organisiert? Die Stadt war in 363 allgemeine Stimmbezirke eingeteilt. Ohne Wahlschein durfte nur im eigenen Wahllokal gewählt werden, mit Wahlschein in jedem Wahllokal innerhalb Nürnbergs.
Briefwahl: Wer bereits für den ersten Wahlgang Briefwahlunterlagen für eine mögliche Stichwahl beantragt hatte, erhielt diese automatisch zugeschickt. Alle anderen mussten die Unterlagen beim Wahlamt (Unschlittplatz 7a, 90403 Nürnberg) beantragen. Der Wahlbrief musste spätestens am 22. März bis 18 Uhr beim Wahlamt eingegangen sein.
FAQ: Kommunalwahl Nürnberg 2026 Kandidaten
Die beiden Kandidaten, die es in die Stichwahl um das Amt der Oberbürgermeisterin oder des Oberbürgermeisters schafften, waren Amtsinhaber Marcus König (CSU) und Herausforderer Dr. Nasser Ahmed (SPD). Laut einer unabhängigen, nicht amtlich bestätigten Quelle trat zudem Britta Walthelm für die Grünen an.
Für das Oberbürgermeisteramt sind namentlich mindestens zwei bis drei Kandidaten belegt (König, Ahmed, laut einer Quelle auch Walthelm). Da 15 Parteien und Wählergruppen zur Stadtratswahl antraten, ist davon auszugehen, dass insgesamt mehr Kandidaten zur Wahl standen – eine vollständige Liste findet sich in der amtlichen Bekanntmachung des Wahlamts.
Der erste Wahlgang war am 8. März 2026, die Stichwahl zur Oberbürgermeisterwahl folgte am 22. März 2026.
Weil keiner der Kandidaten am 8. März mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhielt, schreibt das bayerische Kommunalwahlrecht eine Stichwahl zwischen den beiden stimmenstärksten Bewerbern vor.
Der Stadtrat hat 70 Sitze. Gewählt wird per Panaschieren (Stimmen auf verschiedene Parteien verteilen) und Kumulieren (bis zu drei Stimmen pro Kandidat).
Die CSU wurde mit 33,7 Prozent und 24 Sitzen stärkste Kraft, gefolgt von SPD (18,3 %, 13 Sitze) und Bündnis 90/Die Grünen (14,8 %, 10 Sitze).
Die Wahlbeteiligung lag bei 51,1 Prozent, wobei rund die Hälfte der Stimmen per Briefwahl abgegeben wurde.
Ja. König gewann 2020 die Stichwahl gegen den damaligen SPD-Kandidaten und trat 2026 erneut als Kandidat zur Wiederwahl an.
Bei der SPD-internen Kandidatenkür im März 2025 setzte sich Ahmed mit rund zwei Dritteln der Mitgliederstimmen gegen die städtische Sozialreferentin Elisabeth „Lisa” Ries durch.
Das rechtlich verbindliche Endergebnis wird ausschließlich auf den offiziellen Seiten der Stadt Nürnberg beziehungsweise des Wahlamts veröffentlicht, nachdem der Wahlausschuss die Ergebnisse formal festgestellt hat.
Fazit: Kommunalwahl Nürnberg 2026 Kandidaten zwischen Kontinuität und Wechsel
Die Kandidaten der Kommunalwahl Nürnberg 2026 lieferten sich ein Rennen, das bis zur Stichwahl offen blieb. Amtsinhaber Marcus König musste sich gegen den ambitionierten SPD-Herausforderer Nasser Ahmed behaupten, der mit dem parteiinternen Rückenwind eines deutlichen Mitgliedervotums antrat und für die SPD eine historische Rückkehr ins Amt anstrebte. Bei der Stadtratswahl konnte die CSU trotz Stimmenverlusten ihre Position als stärkste Kraft verteidigen, während SPD, Grüne, AfD und mehrere kleinere Listen und Parteien ebenfalls Sitze im 70-köpfigen Gremium erhielten. Für ein endgültiges, amtlich bestätigtes Gesamtbild zu allen Kandidaten der Kommunalwahl Nürnberg 2026 – insbesondere zum Ausgang der Stichwahl selbst – empfiehlt sich der Blick auf die offiziellen Ergebnisseiten der Stadt Nürnberg, da nicht alle Detailinformationen zu diesem Artikel amtlich verifiziert werden konnten.
